...oder Was hat Kevin Costner eigentlich mit der Insel zu tun...?!So zahlreich wie die Namen der Insel sind, so merkwürdig ist auch das Geheimnis um die Monolithen, die sogenannten "Moai's" auf dieser Insel,
und mit 3.700 km die Insel sein soll, die am weitesten von einem bewohnten Fleckchen Erde entfernt sein soll, auf der Welt !!
Irgendwann in den 1720er Jahren soll ein Holländischer Kapitän an Ostern auf diese Insel gelandet sein und sie "entdeckt" haben.
Wobei dies auch nicht so eindeutig zu sein scheint, denn dies bezeichnet zum Einen das einheimische Volk, die Sprache oder zum andren den Fleck Erde auf dem sie lebten...wobei die Überlieferungen eben auch sagen dass die Einheimischen ihre Insel als "Te pitu o te henua"
Da aber besagter Holländer auf ein Volk traf das aus dem Indonesisch-polynesischen Raum und um Australien und Neuseeland herum stammten
war eben nicht Er der erste "Entdecker", sondern das Volk der Polynesier...
Man hielt nur ihn in unserer westlichen Hemisphäre dafür, weil er es aufschrieb, datierte... genauso kamen die Engländer(James Cook) die Spanier, die Portugiesen und später die Chilenen, plünderten, versklavten und Christianisierten und beanspruchten die Insel später für sich... dies aber ca. 1000 Jahre nach dem das seefahrende Volk der Inselbewohner, wie sie auch auf Tahiti, Hawaii oder eben als Maori auf Neuseeland zu Hause sind... die Insel für sich entdeckten.

Was man nicht eindeutig sagen kann....weil es eben wenig zuverlässige Überlieferungen in Schriftform gibt, ist die Frage der Bedeutung und des Sinn der zahlreichen (ca. 1.000) Moai's (davon ca. 600 erhalten) die verteilt über die Insel stehen.
Alle bis auf eine Gruppe von -7- Moais schauen dabei nur ins Landesinnere...
Auch wozu sie eigentlich überhaupt errichtet wurden und wie sie dort hinkamen, wo sie sind, denn leicht sind sie nun mal nicht, zumindest die, die eine Größe von ca. 10-15 Meter haben
und entsprechende Tonnen wiegen...bleibt ein Rätsel bzw. gibt es verschiedene Theorien, von Ahnenkult über SiegesTrophäen....bis hin zu Wasserquellenanzeiger reicht die Bandbreite...
All diese Fragen werde ich nicht klären können genauso wenig wie alle Forscher vor uns aber man kann sich an ihnen ergötzen, an diesen stummen aber eindrucksvollen Zeitzeugen, die erst wiedererichtet wurden und nun als Touristenmagnet für ein gewisses Ein bzw. Auskommen der einheimische Bevölkerung sorgt...und hier kommt nun Kevin Costner ins Spiel...
Man sagt er habe dafür gesorgt dass in den 90er Jahren der Strom der an der Insel interessierten zunahm und zu dem wurde was er heute ist, ein gewisser KulturTourismus...gepaart mit Lifestyle...Wie er das geschafft hat? Nun, in dem er einen Film mitproduzierte und seinen Namen dafür hergab... der ja bereits durch den Film
"Der mit dem Wolf tanzt" einen gewissen Anspruch für fast ausgestorbene (indianische) Völker und ihre Kultur(en) besaß.
Nun also der Film über das aussterbende Volk der "Rapa Nui" und so eben heißt der Film auch. Kurz und knapp gesagt, der Film war zu recht ein Flop, Ich habe ihn mir vor der Reise angeschaut (zum warm werden sozusagen) filmisch eine Katastrophe, eine Handlung irgendwo zw. archaischem Liebes und Actiondrama angesiedelt auf einer wundervollen, beeindruckenden Insel die ihren ursprünglichen Charme weitestgehend erhalten hatte...
Im Film geht es im weitesten darum, dass ein junger Krieger des einen Stammes, durch den Ritus einer Bewährungsprobe zum Oberhaupt wird und so die Frau haben kann, die er als einfacher Krieger nicht kriegen konnte das sie zum anderen Stamm der Langohren gehörte und er eben nicht...
So nun aber zurück zum Reiseblog, denn ich glaube ich schweife ab.
Sylvie und Ich hatten unsere Tage hier auf der Insel (Sonntag bis Donnerstag = 5 volle Tage + jeweils ein halber An und AbreiseTag) gut eingeteilt und konnten so alles wichtige und sehenswerte erkunden, anschaun und auch "knipsen" bzw. im Videoblog von Sylvie festhalten.
Am Montag machten wir uns mit einer einfachen Bustour auf in den Norden der ca. 30 km langen und 15 km breiten Insel...
Dort ist der einzige schöne und sehenswerte Strand, der bei "ANAKENA" - der Rest der Buchten ist steinig.
Gleichzeitig konnten wir dort, nach "Ahu Tahai" (am Strand bei unserer Unterkunft in Hanga Roa) unsere nun zweite "Mohai-Gruppe" besichtigen die dort oben im Norden bei "Anakena" "Ahu Nau-Nau" heißt.
Nur kurz zur Erklärung:
"Moais" nennt man die gleichnamigen Steinfiguren, die teilweise mit Hyroglyphen und Einkerbungen verziert sind...und auf einem Sockel, dem "AHU".
Beides zusammen bildet eine Einheit und ist heilig, weder der Sockel, noch die Figuren sollen betreten und angefasst werden,
Foto!!
Manche Moais haben einen "Hut" auf, einen sogenannten "Pukea" die meisten jedoch nicht. Der Hut stellt jedoch im eigentlichen Sinn keinen Hut dar sondern den Haarschopf eines vermutlich großen Kriegers..wie man ihn bei Inselvölkern gerne sieht...
So verbrachten wir also unseren ersten Ausflugstag von 12.00 bis 19.00 Uhr dort bei den "Moai's" in der wunderschönen Bucht von "Anakena"...
die Gruppe der Moais auf dem Ahu sieht, die erst weit weg und dann beim näherkommen halt immer imposanter wird
Die Figur die übrigens einzeln etwas erhöht und etwas abseits der schönen Steingruppe steht...
ist ein Einzelexemplar, dass in den 70er Jahren durch den selbsternannten Forscher "Thor Heyerdal" dort hingeschaft wurde, um zu beweisen dass es verschiedene Methoden des Transports der Moais gegeben haben kann...Denn alle Moais der Insel stammen alle aus selben Vulkan, dem "Rano RARAKU" und wurden von dort dann zu ihren Aufstellungsorten "transportiert".
Die verbreiteste Meinung ist und war, das die Moai's so transportiert wurden wie auch die Ägypter ihre Steine der Pyramiden fortbewegten nämlich auf Holzrollen...über die sie gezogen wurden...
Wer Recht hatte ist bis heute unter Forschern umstritten...
Was Thor Heyerdahl auch beweisen wollte und auch konnte war aber, das es möglich ist mit einem traditionellen Boot über den pazifischen Ozean von Australien zur Osterinsel zu segeln.
Ein Vorhaben dass beim ersten Mal scheiterte, 10 Jahre später aber mit der KONTIKI klappen sollte...bis heute unvergessen.
Am Dienstag schnappten Sylvie und Ich uns dann ein hier auf der Insel gern genutztes Fortbewegungsmittel
und düsten dami dann etwas über die Insel.
Unser Ziel war der bei Hanga Roa, der Stadt der Insel, gelegene Vulkan "Rano Kau"
mit seinem KraterSee
und dem traditionell (wieder errichteten) Dorf Orongo...(*Foto*)
Eine schöne Aussicht von dort oben ist garantiert, zum Einen auf die Insel selbst, Rapa Nui....(Blick von Süd nach Nord)
und die beiden Inseln, die im oben bereits beschriebenen Movie eine besondere Rolle spielen, da auf ihr die Mutprobe stattfindet, die das Highlight des Films ist...
So bis hierhin der 1. Teil unser Rapa Nui Serie, demnächst die Fortsetzung - der 2. Teil und was wir noch erlebten.
Bis dahin *Hasta luego* Deutschland - Christian&Sylvie





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Christian&Sylvie